Taschengeld & erstes Budget: 4 Schritte zum klugen Umgang mit Geld


Darum geht’s
Taschengeld ist dein erstes eigenes Geld zum Üben – und wie du damit umgehst, lernst du am besten jetzt. Wie viel ist normal, wie teilst du es auf, ohne am Monatsende blank zu sein, und wie sparst du auf ein Ziel? 4 Schritte für den klugen Umgang mit Geld. Welcher steht bei dir an?
Kapitel 01
Taschengeld ist dein eigenes Geld zum Üben – und es gibt dafür kein Gesetz, das eine Höhe vorschreibt. Die bekannten Taschengeldtabellen sind nur Empfehlungen (nach dem Deutschen Jugendinstitut, DJI, Stand 2025) – z. B. rund 25 bis 45 € im Monat mit 14 bis 15, rund 40 bis 60 € mit 16 bis 17 – und hängen von Alter und Familie ab. Wichtig ist nicht der genaue Betrag, sondern dass ihr einen festen Betrag zu einem festen Termin vereinbart – ab etwa 10 Jahren am besten monatlich. Denn nur wenn du für einen ganzen Monat einteilst, lernst du, mit Geld zu planen.
Gut zu wissen: Dank des Taschengeldparagraphen (§ 110 BGB) darfst du mit deinem Taschengeld selbst einkaufen, ohne deine Eltern zu fragen – solange du sofort und vollständig bezahlst (am einfachsten bar). Abos, Ratenkäufe oder teure Sachen, für die das Taschengeld nicht reicht, fallen nicht darunter. Sofort-Aktion: Sprich mit deinen Eltern einen festen monatlichen Betrag und einen festen Tag ab – zum Beispiel immer am Monatsersten.
Taschengeld: die wichtigsten Eckpunkte
40–60 €
DJI-Richtwert für 16- bis 17-Jährige pro Monat (Stand 2025) – kein Gesetz, nur Orientierung.
monatlich
Ab etwa 10 Jahren wird Taschengeld monatlich gezahlt – so übst du, über längere Zeit einzuteilen.
§ 110
Taschengeldparagraph: Mit deinem Taschengeld darfst du selbst einkaufen – aber keine Abos abschließen.
Wie viel Taschengeld empfehlen die Jugendämter ungefähr für einen 16-Jährigen pro Monat?
60 €
Tipp
Fester Termin schlägt „bei Bedarf": Wenn du dein Taschengeld immer am selben Tag bekommst (z. B. am Monatsersten) statt unregelmäßig, kannst du richtig planen. Und denk an § 110 BGB: Mit deinem Taschengeld darfst du selbst einkaufen – aber keine Abos oder Ratenkäufe abschließen.
Kapitel 02
Der häufigste Fehler: das ganze Taschengeld sofort ausgeben und am Monatsende ist nichts mehr da. Die Lösung ist eine einfache Aufteilung in drei Töpfe, sobald das Geld kommt: einen Teil zum freien Ausgeben, einen Teil zum Sparen und einen Teil für ein konkretes Ziel. Welche Aufteilung passt, entscheidest du – ein guter Start ist „erst sparen, dann ausgeben": Leg den Sparteil sofort beiseite, bevor du etwas kaufst.
Sofort-Aktion: Richte dir drei sichtbare Töpfe ein – drei Sparschweine, drei Umschläge oder drei Unterkonten auf dem Schülerkonto. Sobald dein Taschengeld kommt, verteilst du es zuerst, dann gibst du nur aus dem „Ausgeben"-Topf aus. So ist das Sparen automatisch und du musst nicht jedes Mal neu überlegen.
Beispiel: 45 € Taschengeld aufteilen
Hinweis
„Erst sparen, dann ausgeben" ist der wichtigste Trick: Wer den Sparteil sofort wegpackt, bevor er etwas ausgibt, spart fast automatisch. Wer dagegen erst ausgibt und „den Rest" sparen will, hat am Monatsende meist nichts mehr übrig.
Kapitel 03
Bevor du etwas kaufst, hilft eine kurze Frage: Brauche ich das – oder will ich das gerade nur? Ein Bedürfnis ist etwas, das du wirklich brauchst (Schulsachen, Busticket). Ein Wunsch ist nett, aber verzichtbar (das dritte Paar Sneaker, ein In-Game-Kauf). Beides ist okay – aber wenn du Wünsche bewusst auswählst, reicht dein Geld für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind.
Sofort-Aktion gegen Impulskäufe: Bei allem, was kein Bedürfnis ist, schlaf eine Nacht drüber. Willst du es morgen immer noch, kauf es aus deinem Ausgeben-Topf. Oft ist der Drang nach einem Tag weg – und das Geld bleibt für dein Ziel. Achte besonders bei Spielen und Apps auf kleine Beträge: Sie wirken winzig, summieren sich aber schnell.
Kleine Käufe, große Summe – pro Monat
Du siehst online ein Spiel im Angebot und willst es sofort kaufen. Was hilft am besten gegen einen Impulskauf?
Tipp
Die 1-Tag-Regel: Alles, was kein Bedürfnis ist, kommt erst auf eine „Will-ich"-Liste und wird frühestens am nächsten Tag gekauft. Das filtert die meisten Impulskäufe automatisch raus – und du gibst dein Geld für die Dinge aus, die dir wirklich wichtig sind.
Kapitel 04
Für etwas Größeres – Kopfhörer, ein Spiel, später der Führerschein – brauchst du einen Plan, kein Glück. Die Formel ist einfach: Zielbetrag geteilt durch die Monate, die du dir Zeit gibst, ergibt deine monatliche Sparrate. Beispiel: 120 € Kopfhörer in 6 Monaten = 20 € im Monat. So weißt du sofort, ob dein Ziel realistisch ist oder ob du mehr Zeit brauchst.
Sofort-Aktion: Schreib dein Ziel auf (was, wie viel, bis wann), rechne die Sparrate aus und leg sie jeden Monat zuerst beiseite – am besten auf ein extra Sparkonto oder ins Ziel-Sparschwein. Verfolge den Fortschritt sichtbar (z. B. einen Balken, den du ausmalst). Sichtbarer Fortschritt hält dich am Ball.
Vom Wunsch zum Ziel: Beispiel 120 € in 6 Monaten
Start: Ziel festlegen
120 € Kopfhörer in 6 Monaten – Sparrate: 20 €/Monat.
Monat 1–2
2 × 20 € = 40 € gespart, direkt beiseitegelegt.
Monat 3–5
100 € erreicht – sichtbarer Fortschritt hält dich dran.
Monat 6: Ziel erreicht
120 € zusammen – gekauft ohne Schulden, ganz aus eigener Kraft.
Bring die Schritte zum Sparziel in die richtige Reihenfolge
Zieh die Schritte in die richtige Reihenfolge.
Direktvergleich
| Schritt | Worum es geht | Faustregel | Sofort-Aktion |
|---|---|---|---|
| 1. Taschengeld | Höhe & Termin | Fester Betrag, fester Tag, monatlich | Betrag mit Eltern vereinbaren |
| 2. Aufteilen | Ausgeben/Sparen/Ziel | Erst sparen, dann ausgeben | Drei Töpfe anlegen |
| 3. Bewusst ausgeben | Wunsch vs. Bedürfnis | Eine Nacht drüber schlafen | Will-ich-Liste statt Sofortkauf |
| 4. Sparziel | Auf Größeres sparen | Zielbetrag ÷ Monate = Sparrate | Ziel aufschreiben, Rate beiseitelegen |
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Taschengeld ist dein Übungsplatz fürs Geld. Frag Bea: Sie hilft dir, einen Betrag mit deinen Eltern zu vereinbaren, dein Geld clever aufzuteilen und auf ein Ziel zu sparen, ohne dass am Monatsende nichts übrig ist.
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